TapetenWechsel-leben (jetzt Mut-Tankstelle) und Lebensfreude

Nun ist es mir wieder passiert: Irmgard Bronder von die Gedankenenergie hat mich zum Liebsten Award nominiert (im Februar war es Anja von wendungsreiche Kommunikation).
Diesmal sind es komplett andere Fragen und ich freue mich darauf sie zu beantworten. Vielleicht bist Du ja auch neugierig darauf mehr von mir zu erfahren.

Zur Erinnerung: Der Liebste Award dient dem Ziel, Blogs und Blogger besser bekannt zu machen und sich untereinander zu vernetzen.
Die nominierten Blogger beantworten dazu 11 Fragen, um etwas mehr über sich und ihr Anliegen zu erzählen.
Anschließend werden neue Blogs nominiert und wiederum 11 Fragen gestellt.

Doch nun zu den Antworten:

1. Seit wann bloggst Du?

Meinen Blog habe ich am 31.10.2015 gestartet – er ist also knapp 6 Monate alt.

2. Zu welchen Themen findet man auf Deinem Blog spannende Artikel?

Wie mein Blogname TapetenWechsel-leben (jetzt Mut-Tankstelle) ja schon sagt, berichte ich über Veränderungen im Leben und wie sie gelingen können.
Dazu möchte ich vor allem Menschen in der Lebensmitte ansprechen (natürlich sind auch alle anderen herzlich willkommen).

Ich berichte von Menschen für Menschen. Durch das Teilen der Lebensgeschichten können Impulse gegeben werden das eigene Leben zu gestalten.

Anhand von unterschiedlichen Wegen möchte ich aufzeigen, dass es nie zu spät ist sein Leben zu ändern und dass Krisen als ein unvermeidlicher Bestandteil dessen das Potenzial in sich tragen daran zu wachsen.
Für ein erfülltes, authentisches und selbstbestimmtes Leben ist es nie zu spät, wenn wir den Mut haben auf die Stimme unseres Herzens zu hören und uns auf unseren ureigenen Weg zu machen.
Wichtig ist es, den ersten Schritt zu wagen.

3. Wie hast Du Deine Berufung gefunden?

Ich weiß nicht, ob ich es Berufung nennen soll: Ich würde es eher als meinen Herzensweg bezeichnen.
Indem ich der Sehnsucht in mir Raum gegeben habe konnte ich das finden, was mich zutiefst mit Freude erfüllt. Eigentlich war es schon immer in mir, aber in der Hektik des Alltags habe ich die leise Stimme nicht gehört.

Eine liebe Freundin sagte einmal zu mir: „Das Leben gibt uns so lange einen Tritt, bis wir unsere Lektion gelernt haben.“
Das durfte ich im vergangenen Jahr spüren, in dem sich meine Arbeitsbedingungen derart zuspitzten, dass ich kaum noch Gestaltungsspielraum hatte.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich immer durchhalten wollen, der Familie zuliebe. Nun aber rebellierten Körper und Seele und ich fiel in eine tiefe Depression, die Anlass für mich war über meinen Werdegang nachzudenken. Dabei stellte ich fest, dass sich meine Neigung mich zu verbiegen um die Ziele anderer zu verfolgen wie ein roter Faden durch mein Leben zieht und dem einer meiner größten Wünsche – jenem nach Freiheit und Selbstbestimmtheit – geopfert wurde.

Das war der erste Schritt in mein neues Leben. Ich ging in eine innere Klausur und dachte darüber nach, was mir wirklich wichtig ist, was meine wichtigsten Werte und Potenziale sind und worauf ich am Ende meines Lebens dankbar zurückblicken möchte. Mehr dazu könnt Ihr hier lesen.

Seit einigen Jahren habe ich an meiner Pinnwand folgende Wünsche festgehalten:

  • Heilpraktiker Psychotherapie
  • Klangtherapie
  • geistig- energetisches Heilen
  • Naturerlebnisse

Zu diesen Bereichen zog es mich schon seit einigen Jahren hin und ich absolvierte dazu viele Fortbildungen. In der Begleitung von Menschen bei der Bewältigung von einschneidenden Lebensereignissen und Krisen habe ich durch meine Tätigkeit jahrzehntelange Erfahrung.

Jetzt hatte das Leben durch seinen Tritt dafür gesorgt, dass ich mich endlich auf meinen Herzensweg begebe. Derzeit bin ich dabei zu versuchen mir hier vor Ort meine Selbständigkeit aufzubauen und meine Stärken miteinander zu verbinden.
Parallel dazu absolviere ich gerade eine ganzheitliche Coachingausbildung, weil sie für mich stimmiger ist als der Heilpraktiker für Psychotherapie.

4. Was bedeutet LebensFreude für Dich?

Lebensfreude bedeutet für mich achtsam im Augenblick zu sein und mich an der Fülle zu erfreuen, die mich jederzeit umgibt.
Es bedeutet für mich selbst Gestalter meines Lebens zu sein – indem ich die Verantwortung dafür übernehme und nicht die Ziele anderer verfolge.
Lebensfreude bedeutet für mich auch, die Verbundenheit mit allem zu spüren und das ganz besonders in der Natur.
Ich mag den Regen, die Sonnenstrahlen auf der Haut, den Regenbogen, das Vogelgezwitscher, den meine Haut sanft streichelnden Wind, das erste Grün, die Frühlingsblumen… In der Natur spüre ich die Lebensfreude ganz besonders stark, ebenso wie beim Zusammensein mit lieben Menschen.

5. Was sind Deine 3 besten Tipps um glücklich, erfolgreich, gesund und heil zu sein?

  • Vertraue darauf, dass das Leben Dir immer einen Weg zeigen wird, wenn Du auf Dein Herz hörst und Deiner Sehnsucht folgst.
  • Behandle Dich und andere achtungs- und liebevoll.
  • Verbinde Dich mit der Natur.

6. Auf welche Weise sorgst Du für Lebensfreude und LebensGlück?

Es gibt auch bei mir Tage, an denen meine Zweifel und Ängste sich laut zu Wort melden. Dann lasse ich die Gefühle zu und kämpfe nicht dagegen an. Sie sind ja nicht ohne Grund entstanden. Wenn ich aufmerksam in mich hinein lausche kann ich erkennen, welche Muster dahinter stehen.
Und ich weiß, dass auch diese Gefühle wieder vergehen werden. Wenn ich sie achtsam wahrnehme ohne mich in sie hinein zu steigern können sie schneller transformiert werden.
In solchen Momenten versuche ich, mich mit der Dankbarkeit und Fülle zu verbinden. Es gibt immer etwas wofür ich dankbar sein kann (ein Dach über dem Kopf, Kleidung, Essen…) – selbst für Situationen, in denen ich es im Moment nicht erkennen kann. Gerade letztere sind auch Chancen für Veränderung und Wachstum.

Ich führe ein Dankbarkeitstagebuch, in dem ich jeden Abend für mich reflektiere, was mir an diesem Tag gelungen ist und wofür ich dankbar bin, für wen ich etwas tun konnte und wer für mich da war. Sehr schnell komme ich so mit der Fülle in Verbindung.
Sehr hilfreich ist für mich auch die CD „Autosuggestive Chefansprache – die Hauptrolle in meinem Leben“ von Franz Josef Neffe, welche ich mir jeden Morgen anhöre. Mehr dazu könnt Ihr hier nachlesen.

Weitere wichtige Punkte sind für mich das Zusammensein mit meiner Familie, Achtsamkeit, Kreativität, Naturerlebnisse, Bewegung/Tanzen, Bücher/Weiterbildungen, der Austausch mit anderen und mein Klangraum.
Mich faszinieren archaische Klänge: Gongs, Klangschalen, Didgeridoo, Oceandrum und Monochord. Mithilfe dieser Instrumente kann ich für mich eine wunderschöne Klangreise durchführen und spüren wie ich im Inneren still werde: Das bringt mich zurück in die Freude.

7. Wie gehst Du mit schwierigen Situationen um?

Mir hilft zunächst erst einmal tiefes Atmen und das Spüren meiner Füße auf dem Boden. Ich richte mich innerlich auf und verbinde mich in Gedanken mit Mutter Erde. Ich atme und atme und atme…. Auch Meditation ist für mich hilfreich, wobei ich hier zusätzlich Klänge von Monochord oder Klangschalen einsetze. Sie helfen mir mich zu zentrieren.
Dann kann ich mir bewusst machen, dass ich entscheiden kann durch welche Tür ich gehen möchte.
Ich gebe zu: Es gelingt mir nicht immer, aber immer öfter.
Wenn ich in einer Situation nicht weiterkomme oder „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe“, hole ich mir auch einmal Hilfe.

8. Was tust Du, wenn Ängste und Zweifel in Dir aufkommen?

Bei Frage 6 bin ich teilweise schon darauf eingegangen: Ich nehme sie erst einmal an. Dann stelle ich mir einen Reglerknopf vor, der die Stimmen etwas leiser werden lässt und mache mir gleichzeitig bewusst, was ich alles schon erreicht habe.
Ängste und Zweifel gehören zum Leben und werden uns sicher immer begleiten. Das erfahre ich auch in den Interviews auf meinem Blog. Für mich ist es daher wichtig, trotzdem weiterzugehen und so die bekräftigenden Stimmen in mir zu stärken.

9. Welche drei Geheimtipps verrätst Du uns, um die gesteckten Ziele zu erreichen?

Wirkliche Geheimtipps habe ich nicht, ich bin ja noch nicht so lange auf meinem Herzensweg unterwegs.

Ich habe mir ein Visionboard gestaltet (eine Collage mit Bildern, die meine Ziele, Wünsche und Träume verdeutlicht). So kann ich mich jeden Tag damit verbinden und meine Ziele visualisieren. Dabei spüre ich eine große Freude.

Ich habe meine Ziele schriftlich festgehalten und in Teilziele untergliedert. So kann ich schnell erkennen, wenn ich nicht mehr auf meinem Weg bin.

Ich stärke und fördere meine sozialen Kontakte. Der Austausch mit Gleichgesinnten ist für mich ein ganz großer Motivator und gibt mir immer wieder neue Impulse.

10. Was machst Du um Dein Selbstbewusstsein und Dein Selbstvertrauen zu stärken?

Einiges dazu habe ich schon bei Frage 6 angesprochen.
Ich mache mir immer wieder bewusst, was ich schon alles erreicht habe, was ich gut kann und wo meine Stärken liegen.
Zudem achte ich auf meine Gedanken: Wenn ich merke, dass sie nicht liebevoll sind, sage ich innerlich ‚Stopp‘ und suche nach bestärkenden Worten. An manchen Tagen muss ich sehr oft ‚Stopp‘ sagen, an anderen weniger.
Hilfreich ist zudem mein Dankbarkeitstagebuch.

Momentan belege ich darüber hinaus einen wunderbaren Onlinekurs von Jürgen Tesch.
Er schreibt dazu:
„Der Online-Kurs ‚Dein Weg zu einem gesunden Selbstwertgefühl‘ besteht aus insgesamt 49 Wochenlektionen zu den Themen Achtsamkeit, Selbsterkenntnis, körperliches und seelisches Wohlbefinden, Selbstbestimmung und viele mehr. “

11. Dein wichtigster Tipp für die Menschen, die mit ihrem derzeitigen Leben unzufrieden sind und an ihrer Situation etwas verändern möchten.

Ich habe mir zu Beginn folgendes aufgeschrieben:

Was ist mir wirklich wichtig im Leben, was macht mir Freude und zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht?
Was sind meine wichtigsten Werte?
Was sind meine Stärken, was kann ich gut?
Was möchte ich auf keinen Fall mehr?
Was wollte ich schon immer einmal machen?
Worauf will ich am Ende meines Lebens dankbar zurückblicken?

Diese Reflexion dauerte bei mir mehrere Tage und Wochen. Sie hat mich zu meinem Weg geführt.
Ich mache mir immer wieder bewusst: Ich bin der Gestalter meines Lebens.

Das waren meine 11 Antworten. Wenn Ihr noch weitere Fragen habt, könnt Ihr sie gerne stellen.

Ganz herzliche Grüße,
Sabine

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. DANKE liebe Sabine an dich für die wundervolle Be ant wort ung der vielen Fragen! So kenne ich dich jetzt noch besser und besser. Mein Fazit; DU bist eine WUNDER VOLLE, Herzvolle, spirituelle, starke Frau, die sehr gut formulieren und schreiben kann!
    Danke an dich für die Nominierung „zigeunerweib/blog“ – auf der anderen Website brauche ich die Hilfe meiner Tochter zum Schreiben, sie hat auch die Website erstellt. Doch lasse mir etwas Zeit, um die Fragen zu beantworten, bei mir ist viel los zur Zeit. DANKE!
    alles Liebe dir – Herzlicht Moni

    • Liebe Moni,

      hab vielen, lieben Dank für Deine Rückmeldung – ich freue mich sehr darüber.
      Nun bin ich schon gespannt auf Deine Antworten.
      Lass Dir ruhig Zeit.
      Herzliche Grüße,
      Sabine

  2. Liebe Sabine,
    ich beantworte jetzt deine Fragen auf http://www.myblog.de/zigeunerweib
    vielleicht willst du oben den link ändern? ich möchte aber keine Blogger/in weiter nominieren – bin nicht mehr sehr aktiv – wie vor Jahren – in der Bloggerszene…danke dir für das Verständnis und weiterhin viel FREUDE dir am bloggen!
    liebes Grüssli zu dir von Moni

    • Liebe Moni,
      ich habe den Link geändert und freue mich riesig über die Beantwortung meiner Fragen.
      Natürlich musst Du Niemanden nominieren.
      Ich höre da immer auf mein Bauchgefühl.
      Herzliche Grüße,
      Sabine

    • Liebe Karin,
      Danke – ich wünsche Dir auch schöne Pfingsten.
      Dann werde ich Dich gleich auf Deinem Blog besuchen und bin schon sehr neugierig.
      Herzliche Grüße,
      Sabine

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