Lebst du wirklich DEIN Leben oder das anderer?

Stell dir vor, es ist ein wunderschöner Morgen und du schaust hinaus in die Natur. Die Sonne ist gerade aufgegangen und ihre Strahlen kitzeln dich an der Nase. Plötzlich hörst du eine Stimme ganz nahe an deinem Ohr: „Ich bin deine Glücksfee und kann dir heute vier Wünsche erfüllen. Aber überlege dir gut, was dir wirklich wichtig ist.“ Erstaunt drehst du deinen Kopf zur Seite und siehst ein kleines, zartes Wesen mit einem Zauberstab in der Hand.
Es lächelt dich an und spricht noch einmal: „Vier Wünsche kann ich dir erfüllen, aber nur wenn sie dir wirklich wichtig sind.“

Was würdest du antworten?

Was ist dir wirklich wichtig in deinem Leben?

Ich habe in meinem Bekanntenkreis eine kleine Umfrage dazu gestartet. Dabei kristallisierten sich folgende Hauptwünsche heraus:

  • Gesundheit
  • Freiheit, Selbstbestimmtheit
  • eine Tätigkeit, die man liebt und wo man sich gestaltend einbringen kann
  • erfüllende Beziehungen

Natürlich gab es noch weitere Wünsche wie z.B. ein schönes Wohnumfeld, Naturerlebnisse, Reisen…

Die vier oben genannten Punkte sind auch mir sehr wichtig. Dabei stehen diese Bereiche miteinander in Wechselwirkung. Ein „mehr“ des einen, ermöglicht ein „mehr“ des anderen. Wenn einer der vier Bereiche jedoch eingeschränkt ist, hat dies auch Auswirkungen auf die anderen. Wenn ich etwa bei meiner beruflichen Tätigkeit sehr großem negativen Stress ausgesetzt bin und wenig Gestaltungsspielraum habe, leidet auch meine Gesundheit darunter (z.B. durch Burn Out, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magen-/Darmbeschwerden…). Das wiederum hat natürlich auch Auswirkungen auf meine Beziehungen. Ich bin unausgeglichen, schnell gereizt und verliere die Lust an gemeinsamen Aktivitäten. Oft ist Rückzug eine Folge dessen.
Wenn ich hingegen ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führe, meine Potenziale und Talente einbringen kann, wird sich das auch auf meine Gesundheit und meine Beziehungen positiv auswirken.
Daher räume ich dem, was mir wirklich wichtig ist, eine hohe Priorität ein. Dadurch gelingt es mir leichter, mich nicht zu verzetteln.

Es gibt da eine bekannte Metapher von einem Lehrer, der seinen Studenten verdeutlichte, welchen Platz die wichtigsten „Dinge“ in unserem Leben einnehmen sollten.

Für diejenigen, die die Geschichte nicht kennen, möchte ich sie hier kurz erzählen:

>> Ein Philosophieprofessor stand vor seinen Studenten und hatte ein paar Dinge vor sich liegen. Als der Unterricht begann, nahm er ein großes leeres Glas und füllte es bis zum Rand mit großen Steinen. Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas voll sei. Sie bejahten das. Nun nahm der Professor Kieselsteine, schüttete sie in das Glas und schüttelte es leicht. Die Kieselsteine füllten die Räume zwischen den größeren Steinen. Erneut fragte er seine Studenten, ob das Glas jetzt voll sein. Wieder bejahten sie. Der Professor seinerseits nahm eine Schachtel mit Sand und schüttete ihn in das Glas. Natürlich füllte der Sand die letzten Zwischenräume im Glas aus. Anschließend fragt er „Ist das Glas jetzt voll?” Die Klasse bejahte das erneut. Da nahm der Lehrer einen Krug mit Wasser und goss es in das große Glas.
Er schaute die Klasse an und fragte sie: „Was ist der Sinn meiner Vorstellung?“
Ein Student hob seine Hand und sagt „Es bedeutet, egal wie voll auch dein Terminkalender ist, du kannst immer noch einen Termin dazwischen schieben, wenn du es wirklich willst.”
“Nein, das ist nicht der Sinn,”, sagte der Professor zu seinen Studenten, “ich möchte, dass Sie erkennen, dass dieses Glas wie Ihr Leben ist! Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben: Ihre Familie, Ihr Partner, Ihre Gesundheit, Ihre Kinder. Dinge, die – wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben – ihr Leben immer noch erfüllen würden. Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge, wie zum Beispiel Ihre Arbeit, Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihr Auto. Der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben. Wenn Sie den Sand zuerst in das Glas füllen, bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine. So ist es auch in Ihrem Leben: Wenn Sie all ihre Energie für die kleinen Dinge in Ihrem Leben aufwenden, haben Sie für die großen keine Energie mehr.
Achten Sie daher auf die wichtigen Dinge, nehmen Sie sich Zeit für Ihre Kinder oder Ihren Partner, achten Sie auf ihre Gesundheit. Es wird noch genug Zeit geben für Arbeit, Haushalt, Partys und so weiter.
Achten Sie zuerst auf die großen Steine – sie sind es, die wirklich zählen.
Der Rest ist nur Sand.”<<
(Quelle: unbekannt)

Was ist dir wichtig?

Füllst du erst die Kieselsteine und den Sand in das Glas und verzettelst dich?
Überprüfe von Zeit zu Zeit immer wieder einmal, ob dein Glas wirklich mit den wichtigsten Dingen gefüllt ist. Schenkst du den wichtigen Bereichen in deinem Leben genügend Aufmerksamkei
Um herauszufinden, was dir wirklich wichtig ist, kannst du auf ein Blatt Papier aufschreiben, was du magst, was dir Freude bereitet.
Was interessiert dich, wo verspürst du Leidenschaft?
Was lässt dich am Morgen freudig aufstehen? Was treibt dich an?

Vielleicht kann dir auch folgendes helfen:

Die Australierin Bronnie Ware hat acht Jahre als Palliativkrankenschwester gearbeitet und ihre Erfahrungen aus dieser Zeit in einem Buch darüber zusammengefasst:

„5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“.

Dazu zählen:

  • „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.“
  • „Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.“
  • „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken.“
  • „Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freunden in Kontakt geblieben.“
  • „Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt glücklicher zu sein.“

Lasst uns daher unserem Herzen folgen und unsere Träume verwirklichen. Wir haben immer eine Wahl und können es schaffen, wenn wir es wirklich wollen. Noch besser gelingt es uns, mit Weggefährten an unserer Seite.

Daher frage dich noch einmal: Was ist wirklich wichtig in meinem Leben?
Jetzt ist der richtige Moment, dein Leben zu verändern.

Alles Liebe,
Sabine

P.S. Welche Erfahrungen hast du gemacht? Wenn du magst, hinterlasse einen Kommentar am Ende der Seite (deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht!).

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Sabine,
    wieder ein toller Artikel von Dir und spricht mir aus der Seele. Ich habe mir irgendwann einmal gesagt, dass ich auf dem Sterbebett nicht bereuen will, nicht gelebt zu haben. Das ist einer der Gründe, warum ich jetzt mein Leben so lebe, wie ICH es will.
    Liebe Grüße
    Ute

    • Liebe Ute,

      Du hast mir da ja schon einiges voraus und ich finde es so wunderbar, wie Du Deinen eigenen Weg gehst.
      Ich habe mich viel zu lange verbogen, aber damit ist jetzt Schluß. Jetzt bin ich endlich auf meinem Herzensweg unterwegs.
      Menschen wie Du sind dabei ganz große Mutmacher. Danke.
      Herzliche Grüße,
      Sabine

  2. Liebe Sabine,
    ein großartiger Artikel! Und der lieben Ute vielen Dank fürs Teilen ? Ich bin auch gerade dabei, den großen Steinen meine volle Aufmerksamkeit zu widmen. Das ist häufig schmerzhaft, aber auch total befreiend, wenn man die Kieselsteine und den Sand allmählich wegräumt. Schade, dass viele, so auch ich, erst richtig krank werden müssen, um einen Neuanfang zu wagen. Denn dazu ist man nie zu alt!

    Herzliche Grüße
    Karen

    • Liebe Karen,

      Danke für Deinen lieben Kommentar – ich freue mich sehr darüber.
      Eine liebe ältere Freundin hat einmal zu mir gesagt: „Das Leben gibt uns so lange einen Tritt, bis wir unsere Lektion gelernt haben.“
      Aber wie Du schon geschrieben hast – man ist nie zu alt für einen Neuanfang.
      Auch nicht was die Ernährung betrifft.
      Auf Deinem Blog habe ich einige Rezepte gefunden, die ich sehr interessant finde und probieren werde.

      Herzliche Grüße,
      Sabine

  3. Wundervolle Zeilen liebe Sabine <3
    Ich würde mal sagen,
    Gesundheit und das ich "ich" sein kann beinhaltet alles was mir wichtig ist <3 Denn, wenn ich "ich" sein kann, sind da alle dinge die mich glücklich machen dabei, Natur wie Freunde Handeln Familie….
    Alles liebe,
    Erika <3

    • Liebe Erika,
      ja – authentisch sein und sich nicht für irgendwen oder irgendwas verbiegen zu müssen – das ist auch mir sehr wichtig.
      Danke für Dein Teilen.
      Herzliche Grüße,
      Sabine

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