Die innere Machtlosigkeit verwandeln – Christiane Maria Völkner

Das Gefühl der inneren Machtlosigkeit hat Christiane vor über zwanzig Jahren in einem Obdachlosenheim kennen- und überwinden gelernt.
In dem Blogbeitrag Obdachlos – der schwere Weg zurück ins Leben berichtet sie ausführlich darüber.
Nun wollte ich von ihr wissen, was sich seit dem Interview bei ihr verändert hat, wie sie mit der aktuellen Krise umgeht und was sie sich vom Leben wünscht.

Hier kannst Du Christianes Antworten lesen und vielleicht inspirieren sie Dich für eine innere Reise:

Liebe Sabine,
ich mache jetzt mal einen Sprung in die Vergangenheit.
Kaum zu glauben. Inzwischen sind zwanzig Jahre vergangen, seitdem ich das Obdachlosenheim verlassen habe. Und immer noch denke ich an diese Zeit zurück, weil ich genau wissen will, wie ich es damals aus eigener Kraft geschafft habe, die Hürde vom Niemandsland, zurück in die normale Gesellschaft zu meistern.

Ich weiß noch genau, wie ich nach 1 ½ Jahren unerwartet einen Job in der Uni bekam und obendrein einen Raum in einer therapeutischen Praxis, wo ich mit meiner spirituellen Arbeit neu starten konnte. Normal war das nicht. Denn wer einmal auf der untersten Stufe der Gesellschaft gelandet ist, für den gibt es kaum einen Weg zurück nach oben. Man findet einfach keinen Anschluss, so als hätte man sein Anrecht auf normales Leben verloren. Das war auch der Grundgedanke des Obdachlosenheims. Und die Statistiken beweisen es.

Doch es gibt auch göttliche Wunder.

Darüber berichtet z.B. Neale Donald Walsch , der Autor von „Gespräche mit Gott“. Dieser wundervolle Mensch war – wie ich – auf der Nullzone des Lebens gelandet. Und gerade hier fand er erleuchtende Einsichten.
Auch ich habe auf der Nullzone des Lebens – im sogenannten Niemandsland – erleuchtende Erfahrungen gemacht, Lebensweisheit gewonnen, die man einfach nur ganz unten finden kann. Meine Erkenntnisse wurden dann zum Schlüssel meiner „Selbstbefreiung“. Wo vorher unüberwindbare Mauern waren, schenkte mir das Leben plötzlich wundersame Fügungen.
Eine Kettenreaktion ungeahnter Ereignisse kam in Gang, die mir den Weg aus dem Obdachlosenheim nach oben ermöglichten. Nicht nur zu der Stelle, wo ich abgerutscht war. Nein, die Leiter nach oben hatte genauso viel Sprossen, wie mein Abstieg nach unten.

Meine Erfahrung erinnerte mich an die Geschichte von Ishtars Reise in die Unterwelt, wo sie ihrer dunklen Schwester begegnete. Bei ihrem Abstieg musste sie alle ihren himmlischen Reichtum ablegen und in armseligen Lumpen der leuchtenden Schwester der Nacht begegnen. Als sie die Dunkelheit, Ohnmacht und Ängste integriert hatte, durfte sie wieder ihre Heimreise nach oben antreten. Auf jeder Stufe standen Wächter, die ihr nach und nach all ihre himmlischen Attribute zurückgaben. So ähnlich fühlte ich mich auch bei meiner Selbstbefreiung.
Mein neu gewonnenes Bewusstsein wurde zur Basis meiner spirituellen Arbeit – die ich im Rahmen von geistiges Heilen, Life Coaching und heil-energetischen Ausbildungen anbiete.

Die geistige Welt hat mir immer wieder neue Prüfungen auferlegt, in denen ich meine Weisheit und Fähigkeiten beweisen musste. Es ist unfassbar, aber meine Obdachlosenzeit war wirklich ein Geschenk des Himmels und keine Strafe Gottes gewesen.

Hier will ich ein paar Stufen zur Selbstbefreiung aufzeigen:

• Grenze dich nicht ab, sondern integriere was gerade ist
• Fühle dich mit Mutter Erde verbunden
• Liebe dich, einfach so, wie du bist
• Durchbreche die innere Matrix der Angst
• Stelle dir vor, du bist eine Waage.
• Auf der rechten Schale liegt das Gute und auf der linken Seite das Schlechte.
• Führe die Waage vor dein Herzzentrum
• Spüre, wie sich die Gegensätze auflösen.
• Bitte den Kosmos/Gott um Gleichklang.
• Der innere Missklang kann sich jetzt auflösen.
• Jetzt bist du im „Niemandsland“, im Nullpunktfeld des Lebens
• Tauche bewusst in diese Leere eint.
• Ein unbekanntes Feld öffnet sich, jenseits der bisherigen Realität.
• Bleibe gelassen und halte die Energie des Friedens
• Dieses neue Feld verbindet dich mit ungeahnten Chancen und Wundern.
• Ich lade dich ein, es auszuprobieren.

Ich habe erkannt, dass Akzeptanz eine Umgestaltung in allen Lebensbereichen bewirkt. Akzeptanz ist das Gegenteil unseres alten Weltbildes, das auf Abgrenzung und Bewertung beruht. Durch Akzeptanz kann uns Mutter Erde neue Felder eröffnen, die jenseits des Bewusstseins unserer Dualität sind. Die Integration der Gegenseite bringt Wunder hervor!

Ein tibetisches Sprichwort besagt: „Wer hoch hinaus will, muss tief in sich hinabsteigen“.

Diese Weisheit kann ich nur bestätigen. Ohne das Obdachlosenheim hätte ich meine tiefsten Ängste, meine Verzweiflung, Wut und Ohnmacht nicht so deutlich gespürt. Der Weg zurück in die Freiheit wurde mir erst frei gegeben, als ich fähig war, meinem inneren Schatten zu verwandeln. Deshalb habe ich auch für mein Buch „Obdachlos“ das Zitat gewählt: „Wer die Schwäche durchlebt, erkennt die eigene Macht“.

Heute, 20 Jahre später, haben wir Corona-Pandemie. Was sich gerade abspielt, brauche ich hier nicht zu wiederholen.

Für mich bedeutet diese Pandemie: „Das Thema der inneren Machtlosigkeit noch tiefer und gründlicher zu verwandeln“.

Albert Einstein sagte: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Ich glaube, das gilt auch für Corona. Wir Menschen müssen auf eine höhere Ebene kommen, sonst bleiben wir im Gefängnis der Abhängigkeiten und Fremdbestimmungen hängen. Und dieses Mal geht es ums Ganze. Halbe Sachen funktionieren nicht mehr.
Die Lösung ist bereits da:

Wir können von innen her eine Umgestaltung unseres Lebens bewirken. Aber dazu gehört der MUT, bedingungslos an sich selbst zu glauben.

Durch meine Obdachlosen-Erfahrung kann ich die Corona-Pandemie mit spirituellen Strategien leichter managen.

Aktuell gebe ich keine offenen Gruppen mehr, sondern Telefon-Workshops. Ansonsten habe ich mich erstmal zurückgezogen. Zuerst hatte ich Angst, dass ich „komisch“ werde, wenn ich mich aus allem zurückziehe. Doch inzwischen schenkt mir mein Rückzug auch tolle geistige Geschenke. Ich lerne, noch mehr in meiner inneren Mitte zu bleiben, beobachte meine Gedanken und korrigiere sie immer wieder in Richtung „einverstanden“ sein.

Man kann sagen, dass ich durch Corona nochmal einen kosmischen Feinschliff bekomme. Haha, die entsprechenden Prüfungen kommen dann auch ganz plötzlich.

So stand ich beispielsweise vor vier Wochen bei einem heftigen Gewitter mit Starkregen draußen in einer großen Wasserpfütze. Urplötzlich wurde ich vom Blitz und Donner ergriffen. Beides sauste in Starkstromgeschwindigkeit durch mich hindurch. Zum Glück hatte mich der Blitz „nur“ gestreift, aber er hatte alle Aura-Schichten zerfetzt und mein physischer Körper wurde total erschüttert. Dass meine Nerven, mein Körper und mein Bewusstsein das ausgehalten haben, kann ich nur meiner inneren Einstellung verdanken. Denn als mich der Blitz traf, befand mich in tiefer Akzeptanz mit dem was mir geschah. So habe ich zwischen mir und dem Blitz keine negativen Resonanzfelder aufgebaut. Es gab keine Trennung der Gegensätze, so konnte mir Mutter Erde stattdessen wundervolle Felder des Gleichklangs eröffnen.

Das Leben schickt uns Prüfungen und das Lernen geht immer weiter.

Ich wünsche mir sehr, dass ich alle meine Prüfungen in diesem Leben bestehen kann. Und natürlich möchte ich, dass wir aus der Dualität aussteigen können und eine Welt erschaffen, die vollkommen ist. Eben ohne Bewertung der vielen Gegensätze. Das Geheimnis ist, dass alle Extreme nur durch den Gegenpol existieren. Wenn wir den Gegenpol auflösen, muss sich das Extreme auch auflösen.

Ein Sprichwort besagt: „Kurz bevor die Sonne aufgeht, ist die Nacht am dunkelsten“.

So sehe ich das auch mit der Corona Pandemie. Wir haben die großartige Chance, unsere inneren Unzulänglichkeiten zu verwandeln und in die eigene lichtvolle Schöpferkraft hineinzuwachsen.
Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir alle gestärkt mit neuem inneren Licht diese Pandemie meistern. Meine Erkenntnisse, meine Methoden zur Selbstbefreiung und Lebensweisheit teile ich gerne im Rahmen meiner spirituellen Angebote.
Wer den MUT hat, auf diese neue Reise ins Licht zu gehen, den begleite ich gerne mit meinem Tun.
Herzensgrüße,
Christiane Maria Völkner
www.yowea.com

Ich danke Dir ganz herzlich liebe Christiane für Deine mutmachenden Erfahrungen und Dein Teilen. Eine Herzensumarmung zu Dir und zu allen Lesern. Sabine

Foto: Christiane Maria Völkner

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Auch möchte dir für diesen mutmachenden Bericht DANKE sagen…
    Ich werde ihn gleich nochmals lesen und wahrscheinlich nochmals.

    Ich denke, da sind soneinige “ heilende“ mutmachende“ Sätze, die ich mir in mein Tagebuch schreiben möchte, reflektieren.?.
    Liebe Grüße, Tina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.