Das Beste kommt (nicht nur) zum Schluss: Anregungen für meine „Löffelliste“

Vor ein paar Tagen habe ich mir wieder den Film „Das Beste kommt zum Schluss“ mit den Hauptdarstellern Jack Nicholson und Morgan Freeman angeschaut.
Darin geht es um zwei Menschen, die sich ein Krankenhauszimmer der Krebsstation teilen müssen und dort erfahren, dass ihnen nicht mehr sehr viel Zeit zum Leben bleibt.
Die beiden Männer könnten nicht unterschiedlicher sein ihre Herkunft, Hautfarbe und soziale Stellung betreffend.

Da ist einerseits der ruhige Familienvater Carter Chambers mit einer sehr hohen Allgemeinbildung, der als Automechaniker tätig ist sowie andererseits der cholerische und zynische, mehrfach geschiedene Leiter einer milliardenschweren Firmengruppe Edward Cole.
Unter normalen Umständen wären sich die beiden nie begegnet, nun aber verbindet sie eine Diagnose und die Tatsache, dass Edward als der Besitzer des Krankenhauses aus Kostengründen immer für Zweibettzimmer plädiert hatte.

Carter Chambers wollte einmal Geschichtsprofessor werden, doch im zweiten Semester wurde seine damalige Freundin schwanger. So entschied er sich stattdessen dafür den erstbesten Job anzunehmen um für seine Familie sorgen zu können.
Nach der Idee eines ehemaligen Philosophieprofessors beginnt Carter nun eine Bucket-List (Löffelliste) zu schreiben mit Dingen, die er vor seinem Tod noch erledigen möchte.
Edward nimmt diese Idee auf und so beschließen die beiden, die restliche Zeit ihres Lebens zu genießen, ehe sie den Löffel abgeben.
Zusammen machen sie sich zu ihren letzten Abenteuern auf, um so viele Ziele wie möglich noch zu erreichen (zum Beispiel Fahrradfahren auf der Chinesischen Mauer, Fallschirmspringen, Autorennen, die Weltwunder besuchen).
Die Schönheit unserer Erde wird dabei in fesselnden Bildern gezeigt, noch wichtiger aber ist: Diese gemeinsame Reise ist vor allem auch eine Reise zu sich selbst.

So erzählt Carter im Angesicht der ägyptischen Pyramiden folgendes: „Die alten Ägypter hatten eine sehr schöne Vorstellung vom Tod: Wenn ihre Seelen an die Himmelspforte kamen, stellten ihnen die Götter zwei Fragen. Die Antworten entschieden darüber, ob sie eingelassen wurden oder nicht.“ Als Edward ihm antwortet: „Okay, ich beiße an, wie hießen die Fragen?“ , fährt Carter fort:
„Ist es Dir gelungen Freude im Leben zu finden? Hat Dein Leben anderen Freude gebracht?“

Dieser Film hat mich veranlasst, eine eigene Löffelliste zu erstellen.

Dazu muss ich nicht reich sein, denn die schönsten Dinge im Leben bekommt man ohnehin geschenkt. Jedoch hat dieser Film mir noch einmal verdeutlicht, was wirklich wichtig im Leben ist:

Freude leben und verschenken.

Schon in den letzten Monaten habe ich mir darüber Gedanken gemacht, was mir wirklich wichtig ist im Leben. Im Buch Die zehn Geheimnisse des Glücks wird dies auch als „Schaukelstuhlmethode“ vorgestellt.
Man stellt sich vor am Ende des Lebens angelangt zu sein, säße im Schaukelstuhl und würde über das Erreichte nachdenken. Dabei stellt man sich die Frage, welcher Mensch man gerne geworden wäre.

Hier kommt meine ganz persönliche Löffelliste, die noch ergänzt oder verändert werden kann. Die Reihenfolge dabei ist unwillkürlich:

  • Klangerlebnisse kreieren
  • in einem Heißluftballon fliegen
  • Byron Katie treffen
  • Englisch (wieder) lernen
  • Stonehenge sehen
  • Nordlichter sehen
  • Kurs für kreatives Schreiben belegen
  • Bücher schreiben
  • Barfuss im Regen tanzen
  • Didgeridoo lernen
  • Obertonsingen lernen
  • Weiterbildungen im Coaching
  • Kräuter- und Pflanzenwissen erweitern
  • regelmäßig Fahrradfahren
  • eine größere Fahrradtour unternehmen
  • Entrümpeln innen und außen
  • negative Glaubenssätze transformieren
  • unter einem Wasserfall duschen
  • ein Traumkleid nähen
  • mich selbständig machen mit einer eigenen Praxis
  • in den Bergen übernachten
  • Kurse und Seminare geben
  • lernen schöne Fotos zu machen
  • neue vegane Rezepte ausprobieren
  • Yoga und Meditation mehr in mein Leben integrieren
  • meinen Blog umgestalten
  • mich weiter vernetzen
  • mit einem Spinnrad spinnen

Hast Du auch eine Liste mit Dingen, die Du immer schon einmal machen wolltest? Wenn Du magst, schreib mir einen Kommentar dazu. Ich würde mich freuen (deine e-Mailadresse wird nicht veröffentlicht!).

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Sabine,
    danke, dass du mich an die Löffelliste erinnerst. Ich habe auch eine geschrieben u noch nicht alles in die Tat umgesetzt, was ich mir noch erfüllen will. Ich habe den Film auch gesehen, fand ihn doch unrealistisch…klar, der Film will mir sagen, dass ich jede Minute meines Lebens, das leben soll was mir FREUDE bereitet. UND NICHT erst nachdem ich auf der Krebs Station totkrank lande…was ich ja erfahren habe.
    Deine Liste hat auch einiges mit meiner gemeinsam. Also in den Bergen übernachten, das kannst du bald – auf unserem Hausberg „Niederhorn“ oder auf dem „Jungfraujoch“ – ich nehm dich mal mit dorthin. Du bist noch sooo jung, kannst alles noch erleben, was du dir vorgenommen hast! Also viel Freude dabei! Obwohl niemand weiss, was Morgen ist. Ist auch gut so!
    Dir viel Liebe u Freude! Moni

    • Liebe Moni,
      der Film ist ganz sicher nicht realistisch. Ich fand ihn jedoch sehr inspirierend, zumal ich schon lange eine Löffelliste schreiben wollte.
      Mir hat auch der Humor recht gut gefallen, der trotz des traurigen Endes nicht zu kurz kam.
      Auf Deine Hausberge freue ich mich riesig. Ich war zwar schon auf vielen Bergen, aber noch nie in der Schweiz. Das gehört eigentlich auch auf meine Löffelliste:
      Moni in der Schweiz besuchen!
      Ganz herzliche Grüße,
      Sabine

  2. Und welche deiner Punkte konntest du bereits abhaken? Hast du einen bestimmten Modus wie du „hinten dran bleibst“, damit deine Löffelliste nicht nur eine Liste bleibt sondern auch wirklich realisiert wird?

    Gruß
    Christoph

    • Lieber Christoph,
      einen bestimmten Modus habe ich nicht.
      Manche Wünsche haben für mich mehr Gewicht und daher denke ich des öfteren an sie und werde auch Wege finden.
      Ich habe bisher keinen Punkt abgehakt, weil ich manches öfter mache.
      Das habe ich bisher realisiert: Klangerlebnisse kreieren, unter einem Wasserfall duschen, in den Bergen übernachten, eine Coachingausbildung, neue vegane Rezepte ausprobieren, Entrümpeln innen und außen, meinen Blog umgestalten, negative Glaubenssätze transformieren, Barfuss im Regen tanzen, Kräuter- und Pflanzenwissen erweitern. Wobei einiges davon natürlich nicht abgeschlossen ist.

      Auf Deiner Seite gibst Du ja jede Menge Anregungen für eine Löffelliste – sehr interessant.
      Herzliche Grüße,
      Sabine

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